Pressestimmen
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Zu "rastetter & wacker: ABGEZOCKT! - Im Kapi-Tal der Pleitegeier:
EINE SICHERE BANK
Premiere von rastetter & wacker im SandkornIm „Spekulantenstadl“ heißt’s: „Das Leben ist kein Boni-Hof“
Aufgeschnappter Pausen-Small-Talk: Ein junger Mann erklärt seiner Begleiterin, warum sein Weinglas, das er offenbar schon zu Beginn mit ins Sandkorn-Studio genommen hat, immer noch halb voll ist: „Ich war ständig am Klatschen, da kam ich nicht zum Trinken.“ Na, wie wird es ihm da wohl erst in der zweiten Hälfte ergangen sein? Denn da zieht die Finanzkrisen-Kabarettshow des Duos rastetter & wacker mit dem Titel „Abgezockt – Im Kapi-Tal der Pleitegeier“ erst richtig an in Sachen Tempo und Pointen, bis bei einer grandiosen Fernsehköche-Parodie die Lachanfälle kaum abebben.
Doch das zehnte Programm des Duos in nunmehr knapp zwei Jahrzehnten Zusammenarbeit zielt nicht nur aufs reine Ablachen, sondern jongliert recht souverän mit allen Spielarten zwischen Kalauer-Komödie und Kampf-Kabarett. Letzteres dominiert, wenn Wacker als Arbeitssuchender im Schlabberlook sich vom schneidigen Sachbearbeiter Rastetter belehren lassen muss, dass er nun mal nicht systemrelevant sei und daher „ausgeschieden“ werden müsse oder wenn die beiden als Hütchenspieler das Zockerprinzip der Wetten auf Staatspleiten erklären: Solche Erklär-Nummern könnte man sich auch im Fernseh-Kabarett à la „Neues aus der Anstalt“ vorstellen.
Auf der anderen Seite steht der Hang zur theatralischen Blödelei, der in den Figuren Freddy Schmitt (Rastetter) und Otto Schmid (Wacker) sein Ventil findet. Diese innig verfeindeten Karlsruher Nachbarn, bekannt seit dem Krankenhaus-Programm „Männer.Leiden“, müssen erleben, wie die „HyperVentilierBank“, in der sie ihr Erspartes horten, pleitegeht – worauf sie, kräftig angeschubst von Bankerin Ursula Kroppmann (mit bewährt kokettem Augenaufschlag: Boris F. Ott) die Filiale selbst übernehmen und damit einen Börsencoup landen. Diese in Episoden über den Abend verteilte Story fällt, ebenso wie die Gesangseinlagen, eher in die Rubrik unbekümmerter Bunter-Abend-Unterhaltung. Hier sind Wortspielchen à la „Hedge Fonds, hätt’sch Geld“ gewissermaßen schon der Gipfel der Aktienkurve
Die humoristisch sichere Bank aber sind die Einzelsketche dazwischen. Etwa wenn im schunkelfreudigen „Spekulantenstadl“ Rastetter als dauergrinsender Florian Versilbereisen allen, die neidisch auf Banker-Boni schauen, fröhlich zuruft: „Das Leben ist kein Boni-Hof.“ Oder wenn Wacker im erwähnten Koch-Sketch als Johann Oberlaber ohne Punkt und Komma das viergängige Hartz-IV-Menü für 3,57 Euro runterrasselt: „Der zweite Gang soll eiweißreich sein, da lassen wir einfach das Licht brennen, am besten die ganze Nacht, und können am nächsten Tag die vielen kleinen Tierchen in einem alten Kaffeefilter einsammeln, fertig ist der Oberpfälzer Faltersalat.“ In solchen Momenten laufen die beiden in der bewährten Regie von Steffi Lackner auch darstellerisch zu Hochform auf – das ist mehr als eine Entschädigung für jene Momente, in denen die fünfprozentige Kürzung, die sie im Auftaktsketch als „S.E.K.K.“ (Sonder-Einsatzkommando für Kürzungen im Kulturbereich) androhen, dem Abend dramaturgisch durchaus Gewinn brächte.
Andreas Jüttner
(Badische Neueste Nachrichten, BNN, 10.01.2011)
Zu "rastetter & wacker: MÄNNER.LEIDEN AUF BALI:
WITZIGER WELLNESS-TRIP
Rastetter & Wacker spielen „Männer. Leiden auf Bali“- Weitgereiste KSC-Nackenrolle -
Otto Schmid und Freddy Schmitt sind zurück und wurden vom Karlsruher Publikum bei ihrer Premiere euphorisch empfangen. Der Schauplatz der neuen Kabarettshow von Erik Rastetter und Martin Wacker ist vom Krankenhaus auf die Insel verlegt, die Männer leiden nun auf Bali. Unabhängig voneinander haben die beiden hassliebenden Karlsruher das gleiche Reiseziel ausgewählt, wenn sie Bali bisher auch für eine Abkürzung des Baggersees Linkenheim gehalten haben. Und auch in anderer Hinsicht verfolgen sie das gleiche Ziel: der rattenscharfen Schwester Ursula (sehr elegant und souverän dargestellt von Boris F. Ott), die auf Bali an einer Karaoke-WM teilnimmt, endlich näherzukommen.
Aber zuvor gilt es in der exotischen Umgebung noch einige Abenteuer zu bestehen: Der Kampf um die Strandliege, neue Wellness-Methoden und abrupt endende Dschungeltrips – verständnislos stehen die Badener interkulturellen und sprachlichen Besonderheiten gegenüber. In diese Rahmenhandlung, in der außerdem eine weitgereiste KSC-Nackenrolle und jede Menge kleiner Feiglinge eine entscheidende Rolle spielen, fügen Rastetter und Wacker Parodien ein, in denen sie Absurditäten der Tourismusindustrie aufs Korn nehmen: vom Individual- über den Abenteuer- bis zum Pauschalreisenden ist jeder einmal dran.
Die Einlagen changieren von volkstheater-ähnlichen Szenen auf Badisch, in der die absehbare Pointe im versehentlichen Kuss der beiden Männer liegt, bis hin zu scharf beobachteten und treffenden politischen Satiren über Elendstouristen, die auf der Suche nach dem letzten Kick die Katastrophengebiete der Erde bereisen. Dabei präsentieren die beiden Kabarettisten eine enorme Bandbreite schauspielerischen Könnens, unterschiedlicher Dialekte und Typen.
Wer temporeiche Witze mit Slapstickeinlagen und lokalpolitischen Insidergags liebt, für den ist die Show genau das Richtige. Das Publikum ist begeistert, schon während des Stücks wird mitgeklatscht und gesungen, und erst nach drei Zugaben, in denen endlich auch Herr Mehdorn und die Bahnreisenden ihr Fett wegkriegen, werden die Schmid/tts entlassen, um sich im heimischen Karlsruhe von ihrem ereignisreichen Wellness-Urlaub zu erholen.
Svenja Zaremba
(Badische Neueste Nachrichten, 24. November 2008)
Zu "rastetter & wacker - MÄNNER.LEIDEN":
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(Badische Neueste Nachrichten, 02. Dezember 2006)
"Heinz Erhardt - Spätlese"
"HEINZ ERHARDT IST DER BESTE MANN"
Die Kabarettisten Rastetter und Wacker brachten gestern Vormittag Kultur auf die Mess'(...) Manche Texte erfuhren leichte bis mäßige Veränderungen. Andere waren neu, aber im Stile des Vorbilds gehalten. Und wieder andere waren recht original wie originell. Etwa das Gedicht von den übereinander gestapelten Bergen dieser Erde, die, in den benachbarten Ozean fallend, ganz schön kräftig spritzen würden. Martin Wacker verabschiedete sich mit dieser zweiten Zugabe vom gestrigen Mess'-Publikum.
Erik Rastetter gelang es immer wieder, mit entsprechender Mimik Nachdruck in seine Texte zu legen. So war etwa die Kuh, über die er berichtete, am das Wiederkauen simulierenden Mund förmlich zu erkennen. (...)
Rüdiger Homberg
(Badische Neueste Nachrichten, 12. Juni 2006)
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"rastetter & wacker in HOLLYWUT"
OSCAR FÜR RACHENHECHLER
Kabarett rastetter & wackerEin Oscar für Deutsche? Doch, das kommt vor. (...) In einer ganz neuen Kategorie ausgezeichnet wurden jetzt zwei feste Größen der Karlsruher Kabarettszene: Erik Rastetter und Martin Wacker erhalten am Ende ihres neuen Programms den kleinen Goldbuben. Zwar nicht für "Best Film" oder "Best Actor". Aber immerhin für "Best ellt und nicht abgeholt". So lautet jedenfalls die Schlusswendung des Programms "In Hollywut", das bei der Premiere auf viel Beifall stieß. (...)
"In Hollywut" gerät das Duo rastetter & wacker, in bewährter Manier von Sandkorn-Co-Leiterin Steffi Lackner inszeniert, weil es gern Karriere in Hollywood machen möchte, aber schon bei der Einreise Probleme bekommt: "Biometrie in America", singen die beiden zur berühmten Melodie aus der "West Side Story" und nehmen die restriktiven Kontrollen aufs Korn. Denn auch ein Duo, das anfangs über allzu politisches Kabarett spöttelt ("Bemerkelt ihr nichts?"), kann die Finger nicht von Seitenhieben lassen. Das zeigt sich ebenso, als sie das Drehbuch des "ultimativen Katastrophenfilms" in die Öffentlichkeit zerren ("Germania 2006 - Wie Angela Merkel nachträglich die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt") oder die Reformen als Sandalenfilm "Spartaxus" verhohnepipeln.
Dabei sind rastetter & wacker immer dann am besten, wenn sie sich in ihrem Comedy-Kabarett auf erstgenanntes Genre konzentrieren. Denn wenn Arnold Schwarzenegger in der Kochstunde von Biolek zum Nachtisch "Condoleeza Reisbrei" serviert, dann zündet das weniger wegen der Politpointe als wegen Rastetters hinreißender Interpretation des obereinfühlsamen Gastgebers. Daher wird's auch richtig komisch, wenn das Duo etwa in der Edgar-Wallace-Parodie "Das Geheimnis der grünen Melone" all die skurrilen Figuren dieser 60er-Jahre-Krimischinken zum Leben erweckt. Denn hier wird die Radio-Comedy-Manier der steten Wiederholung prägnanter Sätze schön ergänzt durch ebensolche Mimik und Gestik. Oder wenn sie in einer Casting-Maschine für ein Schauspiel-Engagement als Wasserleiche trainieren. Oder in einer herrlichen Hommage an Pantomimenkönig Mr. Bean das Leid mit dem Nebensitzer im Kino zeigen.
Denn wenn Rastetter seine schlaksigen Gliedmaßen vergeblich unter Kontrolle zu bringen versucht oder Wacker sich allein durch Schielen dem Erstickungstod zu nähern scheint, dann jagen die unterschiedlichsten Formen des Lachens durch den Raum. Was gleich Anlass ist für ein Seminar in Lachologie. Und bei der Demonstration von Lachvarinaten wie dem stummen Rachenhechler, dem chronischen Katarrhwürger oder dem feuchten Pruster kann man sich der vorgeführten Heiterkeit nur anschließen.
Andreas Jüttner
(Badische Neueste Nachrichten, 10. Dezember 2004)
"15 Jahre rastetter & wacker - Die Jubiläumsgala mit Freunden"
UND SCHARPING LEBT
Erik Rastetter und Martin Wacker wurden zusammen 15Sie sehen auch als Leichen gut aus. Saublöd, eben und so, dass man ausrufen möcht' "Frau Nachbarin, Ihr Beißholz, aber geschwind!". Da stecken also die Charakterköpfe von Martin Wacker und Erik Rastetter in einer Castingmaschine und kommen am Ende als qualifizierte Wasserleichen im Swimmingpool raus. Allemal gut für eine Rolle in "Titanic 2". Die Zuschauer können bei dieser Szene dann auch schon selbst ihre eigene Reaktion einschätzen: War das nun ein Nasenstopfer oder gar der chronische Katarrhwürger? Wer die anfängliche Lachkunde-Lektion begriffen hat, wird es wissen. Wäre es denn nur darum gegangen, einen kleinen Blick auf das kommende Rastetter-und-Wacker-Programm "... in Hollywut" gegangen, hätte sich allein mit dieser Szene der Eintrittspreis schon gelohnt. Denn das, was die beiden mit Comedy-Kabarett nur unzulänglich beschubladet haben, lebt selbst da, wo es ausschlileßlich um Klamauk geht, nie von Klischees.
Die Liste der Galagäste ist ein who's who der Szene. Die Gäste und die Jubilare tragen das Programm über gute dreieinhalb Stunden, und es hat sogar einen roten Faden, der in etwa heißt: Irrsinn ist steigerungsfähig. Vom gesungenen Irrewerden, das sich an der Fehlkonstruktion "Mann" abarbeitet (Anna Krämer, Annette Postel), über "gefälschte" Jongliernummern (Michael Postweiler), echten Stepptanz (Florian Schmidt), dem Monolog eines Rabbi über die Wonnen der Fleischeslust (Peter Schell) und einen Mann, der immer neue verknotete Plastikgießkannen aus einer Mülltonne zieht, die die künstlerische Entwicklung der Gastgeber symbolisieren (Schorsch), bis zu dem irren Abschlussong der Poppets (Gunzi Heil und Marcus Dürr). Klar, dass die Protagonisten auch davon reden, was der Zuschauer nicht sieht, und nie gesehen hat. Beispielsweise ein Programm mit dem wirklich poetischen Titel "Scharping lebt".
Manches wollen sie selbst nicht glauben, als es ihnen Regisseurin Steffi Lackner auf der Couch vorhält. Was man tatsächlich zu hören bekommt, ist ein mit Musik unterlegtes Konglomerat aus Blödschwätz, Blondinenwitzen und Geblubber. Ach so - warum Karlsruhe Kulturhauptstadt werden soll? Die Poppets haben es aufgedeckt: "Karlsruhe soll Hauptstadt sein, denn unser Fluss ist nicht nur sauber, sondern r(h)ein." Endlich ein einleuchtender Grund.
Thomas Zimmer
(Badische Neueste Nachrichten, 20. November 2004)
KA-NEWS (www.ka-news.de) über die Jubiläumsgala: Hier klicken!
rastetter & wacker: "Völlig DADA!"
Wachsender Andrang dann bei Erik Rastetter und Martin Wacker. (...) Das ungleiche Duo (der eine hager, der andere mit einer minimalen Neigung zur Fülle) gab sich im Museum für Literatur am Oberrhein "Völlig Dada!". Musikalisch begleitet von dem Klarinettisten Hubert Esser, der "Peter und der Wolf", die "Dri Chinisin mit dim Kintribiss" und andere Figuren losließ, schraubten Rastetter und Wacker langsam aber stetig die Stimmung nach oben. Beinahe könnte man sagen, sie ringelnatzten sich von einem Höhepunkt zum nächsten. Nur würde man dann den hohen Anteil an Kurt-Schwitters-Texten unterschlagen, der ganz erheblich zum Gelingen ihres fulminanten Auftritts beitrug: Dass man "Anna" so gut von vorne wie von hinten lesen kann, brachte Wacker mit solch anzüglicher Sinnlichkeit rüber, die plötzlich die Frage aufwarf, ob Palindrome womöglich im Sexshop verkauft werden. Apropos Palindrome, sprich: Wörter, die nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts gelesen Sinn ergeben: Da durfte Otto nicht fehlen. Genauer: "Ottos Mops". Dieses Tier, dem der österreichische Sprachkünstler Ernst Jandl einst Gestalt gab, ist bei seinen Fans wohl dermaßen bekannt, dass eine Zuhörerin, kaum war das Wort "Mops" ausgesprochen, ergänzte: "Kotzt!". Dabei tritt dieses Ereignis erst gegen Ende des Gedichtes ein. Macht nichts: Rastetter und Wacker brandete der Applaus nur so entgegen.
Michael Hübl
(Badische Neueste Nachrichten, 10. August 2004, anlässlich der Karlsruher Museumsnacht am 7. August 2004.)
rastetter & wacker in: "Fitzfinger, ab geht er!" von J.J. Wurster
Ein "Jungmanager des Jahres" und ein Personalchef - das kann ein Duo der Klasse Laurel & Hardy werden. Beispielsweise in dem Stück "Fitzfinger, ab geht er!", das jetzt am Karlsruher Sandkorn-Theater Premiere hatte. [...] "Fitzfinger" ist ein ebenso komisches wie entsetzliches Stück von Johann Jakob Wurster, das Rastetter und Wacker auf den Leib geschrieben scheint. Rastetter Fitzfinger demontiert sich selbst, indem er bleibt, er hasst Wackers Firmenheld, dem immer mehr bewusst wird, dass das "Betriebsklima verheerend, der Druck enorm, die Abreit zutiefst sinnlos ist". Am Ende weiß er nicht mehr, ob Fitzfinger Einbildung und Wahn ist oder ob er wirklich existiert. Er schlürft mit ihm - immer noch auf dem Flur - Milch aus dem Blechnapf und verbrüdert sich beim Sirtaki mit ihm.
In der subtilen Geschichte eines Abhängigkeitsverhältnisses wird die Psyche zweier Loser auf hohem Niveau seziert.
Matthias Kehle
(Badische Neueste Nachrichten, 15.12.2001)
"rastetter & wacker : Geklont!"
"Das große Fressen mit der Ei-Auktion"
Ein Präludium als Epilog oder der Abgesang "Oh Temporas, oh Mores" als kollektiver Kommentar auf die bewegte Sloterdijksche Humanismus-Diskussion und Gentechnik-Erwartung. Weiteres "Öl ins lodernde Debattenfeuer" schütten jetzt die Karlsruher Sandkörner. Aber erfolgreich, köstlich und unterhaltend. Denn frenetisch gefeiert wurde die Premiere des Comedykabaretts "Geklont!" mit Erik Rastetter und Martin Wacker im Sandkorn-Theater als kurzweiliger, vergnüglicher Beitrag in der unendlichen Evolutionsgeschichte und ihrer Geschichte.
In Anspielung auf den Prinzen-Hit "Alles nur geklaut" könnten bereits in Bälde die ersten menschlichen Ergebnisse der Reproduktionsmedizin im neuen Jahrtausend am Stammtisch sitzend frotzeln: "Alles nur geklont". Frech, intelligent und komödiantisch präsentieren Erik Rastetter und Martin Wacker ihre Szenen auf der Bühne, musikalisch bestens begleitet von Martin "Gobelin" Gosselin.
Inszeniert von Steffi Lackner, die auch zusammen mit den beiden Akteuren die szenischen Ideen und Texte entwickelte, jandelten die beiden "Klons" dadaistisch und zungenbrecherisch, sinnierten herzerwärmend über vergangene Zeiten wie auch forsch und theatralisch über künftige. Dabei spielten sie assoziativ mit prägnanten Bildern aus Streifen wie "Das große Fressen" und "Dinner for one" oder präsentierten komödiantisch "Superbaby's Ei-Auktion" à la Evelyn Hamanns "T-h-Nachrichten von Loriot oder gähnten um die Wette wie bereits vor 70 Jahren zu "Stummfilmzeiten". Charmant und kokett, zynisch und derb sorgte der "Uterus-Box-Service" dafür, dass das "Placenta-3-plus"-Modell wieder den väterlich ergötzenden Purzelbaum schlägt oder mit Christian Schmid wurde in der Reihe "Zeug des Jahrhunderts" das "wahre" Brandt-Zwieback-Kind hinter der Verpackung hervorgeholt.
Darüber hinaus bewiesen die beiden mit Degenhard-, Brecht- oder Kreisler-Songs auch, dass selbst Schauspieler, Dramaturgen und Chefredakteure von Rundfunkstationen im gemütsergreifendem 68er-Rückblick beeindruckend singen können.
AWR
(Badische Neueste Nachrichten, 13. Dezember 1999)
"Wem die Kinderstunde schlägt"
Rastetter & Wacker verwandelten sich in gewohnter Manier in raschem Wechsel in Old Shatterhand, Pumuckel oder Pipi Langstrumpf. Gelungen die Tierstimmenimitation aus unzähligen Fernsehserien, von Lassie bis Daktari. [Die] vom Premierenpublikum mit viel Beifall belohnte Zungen- und Körperakrobatik [...] ließ ebenso wie die gelungene Parodie einer dümmliche-sensationsgeilen TV-Show nachgerade jenen bissigen und treffenden Humor aufblitzen, der die Leute ins Kabarett zieht. [...] Daß sich das Publikum über weite Strecken des gut zweistündigen Abendprogramms gut amüsieren konnte, war den eindeutig auf das Zwerchfell abzielenden Bewegungen, der Mimik und der Sprache der beiden Akteure zu verdanken. Martin Wacker als Miss Piggy und Erik Rastetter als Kermit bringen einfach jeden zum Lachen, der je daheim vor der Muppetshow gesessen hat.
(Badische Neueste Nachrichten, 04.12.1998)
"Horst tappert im Dunkeln":
Spaß haben, gute Laune verbreiten, die Leute zum Lachen bringen: das hatten sich Erik Rastetter und Martin Wacker geschworen. Die Rechnung ging auf. [...] Das Publikum war restlos begeistert und entließ das Komedy-Duo erst nach zwei stürmisch geforderten Zugaben von der Bühne.
(Altensteiger Bote, 29.09.1997)
Bei allem Gelächter steckten doch immer wieder kritische Anspielungen auf sozial- und gesellschaftspolitische Ereignisse hinter dem vorgelagerten Witz. Eine stimmige Inszenierung, die den beiden Kabarettisten wie auf den Leib geschrieben erschien.
(Badische Neueste Nachrichten, 09.12.1996)
Mit rasanter Pantomime, einer Prise Slapstick, schmissigen Songs, theatralischem Verknappen und Zuspitzen der Szenen kommt das Duo den Bildschirm-Klischees auf die Schliche.
(Rheinpfalz, 09.12.1996)